Freitag, den 20. Mai 2011 um 22:04 Uhr
Geschrieben von: www.adac.24h-Rennen.de
Hoffen auf den Regengott...
Eine gelungene Premiere feierte am vorigen Wochenende der eindrucksvolle Golf24 beim DMV 4-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Alle Augen richteten sich auf den Neuling, der im Hinblick auf das im Juni stattfindende 24 Stunden-Rennen erste Rennerfahrung sammeln konnte.
Die Volkswagen Piloten Peter Terting, Frederik Ekblom und Franck Mailleux jagten den 440 PS starken Allradler gekonnt über die Nordschleife und schlugen sich angesichts des hochkarätigen Fahrerfeldes gut.
Einen direkten Kampf um die vordersten Plätze lieferte sich der Golf24 bei seinem Debüt jedoch noch nicht. Die reinrassigen Sportwagen führten am Ende des Rennens das Feld an. Das musste Andreas Lautner, technischer Direktor des Volkswagen-Teams neidlos anerkennen: „Wir sind in der Lage in allen Kurvenpassagen schneller zu fahren, da halten uns alle Sportwagen auf, aber auf den Geraden überholen sie uns.“ Demnach fiel sein erstes Fazit während der Rennpremiere eher nüchtern aus. „Ich bin noch nicht so wirklich zufrieden, weil man sieht, dass man zu viel verliert gegenüber den Sportwagen“. Lautner nahm diese Erkenntnis jedoch mit Humor: „Wenn wir ein paar Löschflugzeuge ordern, die dann die Strecke bewässern, werden wir sicher ganz weit nach vorne kommen.“
Am Ende des Rennens erkämpfte sich der Jubiläumsgolf, trotz eines zeitraubenden Reifenschadens, den 20. Platz.
Den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen betreffend gibt sich Lautner realistisch und verweist diese Zielsetzung ins Reich der Fabeln. „Von einem Gesamtsieg war nie die Rede. Das ist rein physikalisch gar nicht möglich.“ Trotzdem möchte Volkswagen mit dem Golf24 hoch hinaus. Das Ziel: eine Platzierung unter den Top Ten. Und wenn nicht auf Löschflugzeuge, so kann noch immer auf Regen gehofft werden, der für den Golf alles möglich machen könnte.