Montag, den 24. Januar 2011 um 16:45 Uhr
Geschrieben von: www.24h-Koeln.de
...dass Christopher Brück mit seinem Spruch „bis Sonntag ess ich nix mehr“, schon vor dem Rennen beim Spruch der Woche recht weite vorne lag: Hintergrund: Der siebenfache Gesamtsieger wollte sich zwecks schneller Rundenzeiten unbedingt auf 76 kg runterhungern.
...dass aber auch der Streckensprecher mit seinem Spruch „das ist der Mobi Dick des Kartsports“ in die engere Auswahl kam. Mit losem Mundwerk gab er damit dem schwersten Fahrer im Feld (109 kg) einen lockeren Spruch mit auf den Weg.
...dass Motorsport-Ass Bernd Schneider auch seinen Beitrag lieferte: „Komisch. Immer wenn ich im Kart sitze fährt das Dingen langsamer“, trug er mit Selbstironie vor.
...dass der mit 109 kg schwerste Fahrer im Feld die Kapazität der Waage sprengte. Kart und Fahrer müssen 230 kg aufweisen, die bei jeder Boxenausfahrt auf einer elektronischen Waage überprüft werden. Dabei wird ein Fahrergewicht von 80 kg zu Grunde gelegt. Der „Heavy-Weight-Champion“ belastet das Messgerät aber mit mehr als 250 kg – zu viel für die Waage, die den Wiegeprozess standhaft verweigerte.
...dass selbst aus dem fernen Detroit Grüße zu den 24 Stunden von Köln eintrudelten. Ford-Sportchef Jost Capito meldete sich aus der amerikanischen Auto-Hauptstadt.
...dass Opel-Sportchef Volker Strycek um den ausgestellten Mercedes-Flügeltüre in Rennausführung herumstrich wie ein Rudel 15-Jähriger um Britney Spears. Vor dem Rennstart unterzog er das AMG-Geschoss einer ausführlichen Sichtkontrolle.
...dass Strycek nach jedem Turn mit einem Grinsen aus dem Kart stieg, das Komiker „Maddin Schneider“ zu Ehren gereicht hätte. „Ich könnte ewig so weiter fahren“, strahlte Strycek.
...dass das Rennen von allen Teilnehmer einhellig gelobt wurde, aber auch als das härteste Race in der 14-jährigen Renn-Geschichte gelobt wurde.
...dass Teamchef Tommy Perschmann voller Stolz mit einem T-Shirt rumlief, auf dem seine Rolle eindeutig beschrieben wurde. Seine Brust zierte der Spruch „ Titelverteidiger“. Nach Rang zwei wird sich der Kölner für nächstes Jahr einen neuen Spruch einfallen lassen müssen.
...dass eine Mercedes SLS GT3 in der Halle ausgestellt wurde. Der Flügeltürer in Rennsport-Version zierte das Infield der Rennstrecke.
...dass die neuen RIMO-Karts im 24 Stunden-Rennen genau NULL Defekte hatten.
...dass die Organisation zum ersten Mal in der Geschichte des Rennens deshalb auf den obligatorischen Servic-Check verzichtete. „Was soll ich den machen“, ätzte Günter Aberer. „Waschen oder polieren?“
...dass das Rennen von den Teilnehmern dermaßen fair ausgetragen wurde, dass Rennleiter Günter Aberer selbst bei schärfster Überwachung keine einzige Sportstrafe verhängen musste.
...dass Christopher Mies im Race-4-Kids-Team permanent mit einer Jacke rum lief, die den Namen “Monika“ trug. „Meine Jacke passt mir nicht, also bin ich jetzt Monika“, nahm er’s mit Humor.
...dass viele Motorsport-Prominente bei den 24 Stunden von Köln vorbeischauten. Gesichtet wurden unter anderem Stefan Moser, Leiter Kommunikation und Marketing bei Volkswagen Motorsport. Auch Ex-Formel 1 Fahrer Christijan Albers machte seine Aufwartung und schwenkte dabei die Zielflagge fürs Promi-Rennen. BMW-Werksfahrer Jörg Müller ließ sich am Samstagabend sehen.
...dass BMW-Kollege Dirk Müller wie angekündigt noch in der Samstagnacht abreiste, um rechtzeitig seinen Flieger nach Amerika zu erwischen. „Wir testen in Sebring und da sollte ich schon pünktlich sein.“
...dass Müller mit wohlfeinen Fahrerschuhen ausrückte, die den Schriftzug „Dirk“ trugen. „Da gibt’s bei BMW eine Kleinserie“, grinste er. „Lohnt sich doch bei Dirk Adorf, Dirk Werner und Dirk Müller“, verwies er darauf, dass die halbe BMW-Werksfahrer-Gilde den gleichen Vornamen trägt.
...dass die letzte halbe Stunde des Rennens wie ein Disco-Abend zelebriert wurde. Unter zuckenden Lichtblitzen, mit Nebel und ständig wechselndem Farbenspiel zogen die Akteure mit lauter Rockmusik untermalt ihre Runden Richtung Zielflagge.
...dass die Premiere des E-Karts mehr als gelungen war und damit zum ersten Mal eine vollelektrisch angetriebenes Kart ein 24-Stunden-Rennen unter wirklichen Rennbedingungen absolvierte. Der Vollständigkeit halber sei allerdings erwähnt, dass es bereits im Dezember 2009 auf einer dänischen Kartbahn einen Dauerlauf gegeben hat, der allerdings unter weniger harten Vorrausetzungen ausgetragen wurde. Damals wechselten sich sechs Teams mit acht Fahrern auf zwei Karts in 20-Minuten-Turns ab.