Dienstag, den 03. Mai 2011 um 15:27 Uhr
Geschrieben von: Administrator
Bereits vor dem Rennen wurde deutlich, dass der Rennsieg nur über das Mamerow-Team gehen würde. In 8:13,730 Minuten fuhr Chris Mamerow im Zeittraining die Bestzeit. Von der Pole-Position aus gestartet, dominierte der SLS AMG GT3 das Geschehen an der Spitze. „Auch wenn es einfach ausgesehen hat - das war kein entspannter Sieg“, so Mamerow. „Wir mussten über die kompletten vier Stunden alles geben, denn unser Ziel ist es, Siege einzufahren.“ Sein erfahrener Teamgefährte Hahne ergänzte: „Unsere Arbeit im Team hat sich ausgezahlt. Wir haben am Freitag einen sechststündigen Test absolviert und dabei große Fortschritte in Sachen Fahrwerk und Bremse gemacht.“
Nach der Nullrunde der Manthey-Speerspitze beim VLN-Auftakt zeigte sich Bernhard mit Platz zwei zufrieden: „Das war für uns heute ein gutes Rennen. Nach vier Stunden ohne auch nur das geringste Problem ins Ziel zu kommen, war sehr wichtig. Mamerow war heute nicht zu schlagen.“ Adorf war nach seinem zweiten Stint überglücklich: „Ich habe mich extrem gefreut, dass es mir gelungen ist, in der letzten Runde die Angriffe des Heico-SLS abzuwehren. Ich musste in den letzten Runden richtig pushen, um den Podiumsplatz ins Ziel zu retten.“ Der zweite BMW M3 GT - mit Jörg Müller (Monaco), Augusto Farfus (Brasilien) und Pedro Lamy (Portugal) am Volant - wurde auf Platz fünf abgewinkt. Den schnellsten Audi R8 LMS pilotierten die Phoenix-Piloten Marc Basseng (Leutenbach), Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Marcel Fässler (Schweiz) auf Platz sechs.
Hans-Joachim Stuck beendete das erste Rennen zusammen mit seinen beiden Söhnen Johannes und Ferdinand (alle Österreich) sowie Frank Kechele (Laufen) auf Platz 28. „Für uns stand im Vordergrund, Erfahrungen zu sammeln“, sagt der Altmeister. „Aus diesem Grund sind wir heute nicht auf Angriff gefahren.“ 26 Runden absolvierte die Familienbande im Lamborghini Gallardo von Reiter Engineering. Die ersten Testkilometer absolvierte der neue Golf24 aus dem Hause Volkswagen erfolgreich. Am Ende belegten Fredrik Ekblom (Schweden), Peter Terting (Börwang) und Franck Mailleux (Frankreich) Platz 20 in der Gesamtwertung. „Wir haben die ersten Erfahrungen im Renneinsatz gesammelt“, so Terting. „Nun geht das Testprogramm mit Ausblick auf das 24-Stunden-Rennen weiter.“
Geglückte Rennpremiere des weiterentwickelten Porsche 911 GT3 R Hybrid: Mit der ‚Version 2.0’ des innovativen Hybrid-Rennwagens aus Weissach fuhren die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld), Marco Holzer (Lochau) und Patrick Long (USA) auf den elften Platz. „Wir machen mit der 2011er-Version gute Fortschritte“, sagte Porsche-Sportchef Hartmut Kristen. „Bei einem weiteren Einsatz im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, werden wir zusätzliche Daten sammeln.“
Mit seinem zweiten Klassensieg in der stark besetzten Klasse der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo hat Maik Rosenberg (Attendorn) die Tabellenführung übernommen. Zusammen mit Peter Terting pilotierte er den Volkswagen Scirocco von LMS Engineering und verwies die Konkurrenz auf die Plätze. Auf Rang zwei liegen nach zwei von zehn Rennen Carsten Knechtges (Mayen), Manuel Metzger (Rickenbach-Hütten) und Tim Scheerbarth (Dormagen), die ihrerseits mit dem BMW Z4 von Black Falcon zum zweiten Mal bei den VLN-Serienwagen bis 3.000 ccm Hubraum triumphierten.
Mit der 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy steht in zwei Wochen das erste von zwei 6-Stunden-Rennen der Saison auf dem Programm. Am 14. Mai wird dann die Erfolgsgeschichte der populärsten Breitensportserie Europas um ein neues Kapitel reicher.
Historisches Fahrerlager feierlich wiedereröffnet Nach rund einem halben Jahr Restaurierungsarbeiten wurde im Rahmen des zweiten Laufes zur VLN Langstreckenmeisterschaft das historische Fahrerlager am Nürburgring wiedereröffnet. Zusammen mit den Fahrerlegenden Hans Herrmann und Erich Zakowski durchschnitten Kai Richter und Jörg Lindner von der Nürburgring Automotive GmbH das rote Band. „Es geht nicht einfach darum, auf den Zug der Geschichte zu springen, man muss auch wissen, wohin die Reise geht“, zitierte Richter die ehemalige EU-Kommissarin Edith Cresson in seiner Eröffnungsrede, und fügte hinzu: „Wir haben diesem Zug einen angemessenen Bahnhof gebaut und damit ein Zeichen gesetzt, dass historischer Motorsport auch in Zukunft eine Hauptrolle am Nürburgring spielen wird.“